Zu meiner Person
Unterfranken ist im Bayernland als widerspenstige Region bekannt, dort bin ich in Hafenlohr am Main geboren und aufgewachsen in einer großen lebendigen Familie mit drei jüngeren Brüdern und einer Menge Cousins und Cousinen. Wie es sich für Bayern gehört, wurde ich gut katholisch erzogen, mein Vater war kommunalpolitisch tätig und CSU-Mitglied.
Meine Schulzeit endete mit mittlerer Reife am Gymnasium wegen der nachwachsenden Brüder, deren Ausbildungskosten noch nicht klar waren. Im Finanzamt lernte ich, dass Steuern nicht nur mit Zahlen und Paragraphen, sondern viel mit menschlichen Schicksalen zu tun haben.
Als ich jung verheiratet in die Westpfalz nach Herschberg zog, vermisste ich vor allem den Fluss, für mich Symbol für Bewegung und Vorwärtskommen - bis ich in der Westpfalz den Wind entdeckte, der häufig über unsere windige Sickinger Höhe streicht. Bewegung und selbst Veränderungen herbeiführen - das waren die Beweggründe für mich, in die Politik einzusteigen. In der SPD war damals, 1973, der größte Wille, Verbesserungen die weit in die Zukunft reichen, durchzuführen.
Die Öffnung nach außen, die Ostverträge waren gerade durchgegangen. Familienförderung, Arbeitnehmerrechte, Schutz von Minderheiten, Bildungsoffensive, neue Berufe, Bürgerbeteiligung - es war einfach spannender bei den Sozialdemokraten an neuen Konzepten mit zu stricken. Und das tat ich, bei den Jungsozialisten, bei den Frauen, in der Kommunalpolitik. Kommunalpolitik ist faszinierend. Ich muß den Anspruch erfüllen, Lebensqualität vor Ort zu schaffen. Im ländlichen Raum genügend qualifizierte Arbeitsplätze zu erreichen, ist meist schwierig. Trotz Computer-Zeitalter konzentrieren sich gut qualifizierte Arbeitsplätze immer noch bei bestimmten Regionen, z.B. Rhein-Main-Neckar-Raum, also muß der Gemeinderat das Dorf attraktiv gestalten, damit die Menschen gerne bleiben und Arbeitsplätze dann auch der Attraktivität folgen. Daran mitzuarbeiten, macht mir Freude.
Vom Gemeinderat zum Bundestag ist zwar ein großer Schritt, aber Motivation und Arbeitsweise sind gleich - Lust zum Verändern, Verbessern, Überzeugen, Mehrheiten suchen für die eigenen Ideen. Im Bundestag ist die Vielfalt der Themen, mit denen ich mich beschäftigen kann, fast unerschöpflich.
Als gelernte Finanzbeamtin habe ich es hauptsächlich mit Steuergesetzgebung, Finanzmarktförderung oder Mißbrauchsbekämpfung zu tun. Daneben kann ich mich in jedes andere interessante Thema einarbeiten; selbstverständlich ist dies bei Bereichen, in denen ich entscheiden muß stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger wie Bundeswehreinsatz, Stammzellenimport, u.a.
Mein jetziger Lebensrhythmus, der fast wöchentliche Wechsel zwischen Berlin und der Südwestpfalz, ist für mich wie Einatmen - Ausatmen, voll gesogen mit prickelnder Pfälzer Luft, eintauchen in das Gewimmel der Metropole und dem oft aufregenden politischen Betrieb und zurück nach Herschberg in den schönen Wahlkreis.
Musik, vor allem Rock/Pop, schwimmen, Spaziergänge mit unseren Hunden helfen beim Entspannen, Kraft schöpfen und Gedanken zu klären.






