Lydia Westrich
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Lydia Westrich
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2005-05-03 : Die Welt zu Gast bei Freunden

A.) In meinem Einladungsschreiben vom 18. April 2005 habe ich auf die aktuelle und regionale Bedeutung der WM 2006 für die Westpfalz hingewiesen:

Die WM 2006 beginnt jetzt -
und Sie können teilnehmen!

Die WM-Mannschaften beginnen jetzt, ihre Quartiere auszuwählen. Ausländische Journalisten bereisen in nächster Zeit die WM-Regionen in Deutschland, um sie in ihrer Heimat den Fans vorzustellen. In dieser Vorbereitungsphase haben wir Westpfälzer eine Chance, uns der Welt zu präsentieren.

Ich lade Sie herzlich ein zu einer Veranstaltung mit Herrn Dr. Kemper, dem WM-Koordinator des Landes Rheinland-Pfalz und Herrn Müller von der IMO - Organisationsinitiative Tourismus WM 2006

Informieren Sie sich über Ihre Chancen, wie Sie sich und Ihre Leistungen im Vorfeld der WM darstellen können.

Dienstag, 3. Mai 2005 um 14.30 Uhr
Hotel Kunz, Pirmasens (Winzeln), Bottenbacher Str. 74

Das Angebot der Veranstaltung richtet sich nicht nur an Tourismus und Gastgewerbe, sondern auch an die Städte und den Landkreis, an interessierte Dienstleister und Produktionsunternehmen. Auch nicht-kommerzielle Einrichtungen erfahren, wie sie sich vorbereiten und an der WM "teilnehmen" können.

 

B.) Auszüge aus meiner Begrüßungsrede:
Die Welt zu Gast bei Freunden - Begrüßung zur Veranstaltung am 03. Mai 2005

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein kluger Kopf hat einmal errechnet, dass die Pfalz in etwa so groß ist wie eine Million Fußballfelder zusammen. Solche Berechnungen machen wohl nur echte Fußballfans. Die werden auch ihre Freude haben im nächsten Jahr, von heute an sind es noch 402 Tage bis zur Fußball WM 2006.

Kaiserslautern mit seinem Stadion auf dem Betzenberg ist Spielort von immerhin vier Gruppen- und einem Achtelfinalspiel. Die Welt wird also, ganz nach dem Motto der WM, wirklich zu Gast bei uns sein. Und wir hier in der Pfalz wollen unsere Gäste professionell und gastfreundlich begrüßen, bewirten und beherbergen.

Die WM ist für uns in der Region eine einzigartige Chance, die Schönheit und den Charme unserer Heimat Hunderttausenden von Besuchern nahe zu bringen und viele davon zu einer weiteren, ausgedehnteren Reise in die Pfalz anzuregen. Wir können uns der Welt als Wirtschafts-, Medien-, Kultur- und Tourismusstandort präsentieren.

Dazu müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Die Chancen und Herausforderungen, die die WM für Wirtschaft, Handel, Gastronomie und Tourismus bietet, wollen wir heute hier gemeinsam ausloten.

Es ist klar, dass eine Großveranstaltung wie die Fußballweltmeisterschaft ohne Unterstützung des Staates nicht funktionieren kann. Die Vorbereitungen des Bundes laufen voll nach Plan. Die Regierungsgarantien wie zügige Visaerteilung zur Einreise, Arbeitsgenehmigungen während der WM, erleichterte zoll- und steuerrechtliche Behandlung, Gewährleistung der Sicherheit und die Verbesserung der Infrastruktur und Verkehrslenkung sind alle erfüllt oder werden es zeitgerecht sein.

Neben diesem Pflichtprogramm zur Vorbereitung der WM gibt es auch die "Kür". Dazu gehört das Gastgeberkonzept der Bundesregierung mit den vier Bausteinen:

Projekte der Bundesregierung,
Standort-Marketing für Deutschland,
Kunst- und Kulturprogramm,
und die Service- und Freundlichkeitskampagne.

Die Bundesregierung unterstützt z.B. aktiv die vom Organisationskomitee verantworteten Schul- und Vereinskampagnen zur Einstimmung und Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die Fußball- WM. Weitere speziell auf Kinder zugeschnittene Programme sind die Kampagnen "Kinder stark machen/rauchfrei" und das mehrjährige Projekt "streetfootball" oder Mädchenfußball.

Ein weiteres Projekt ist die Umsetzung des Umweltkonzeptes "green goal". Ziel ist die Verminderung des Energieverbrauchs und des Abfallaufkommens im Zusammenhang mit der WM sowie die Verlagerung des Verkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel wo immer das möglich ist.

Natürlich stellt die WM auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten für Deutschland eine große Chance dar. Nach einer Studie (Uni Bochum) wird das Bruttoinlandsprodukt allein bedingt durch die Austragung der WM 2006 in Deutschland von 2003 - 2010 um fast acht Milliarden Euro steigen.

Die Tourismusbranche rechnet mit ca. fünf Millionen zusätzlichen Übernachtungen und einem Umsatzplus von rund drei Milliarden Euro.

Weltweit wird bei Investoren für den Standort Deutschland geworben. Von Yokohama bis Pretoria zeigen wir unsere Errungenschaften in Forschung und Entwicklung.

Herzstück des Kunst- und Kulturprogramms ist der FUßBALL GLOBUS. Er gastierte mittlerweile in sieben WM-Städten und wird ab 17. Mai in Kaiserslautern Station machen.

Am Kunst- und Kulturprogramm wirken bundesweit bislang 117 Künstler mit verschiedensten Aktionen mit. Zudem wird es erstmals eine eigene Auftaktveranstaltung in Berlin geben, ein "Fest des Fußballs".

3,9 Mrd. sind und werden noch in den Straßenbau investiert.
2 Mrd. in die Infrastruktur der Stadien.

Die "Service- und Freundlichkeitskampagne" schließlich wird von der deutschen Zentrale für Tourismus umgesetzt werden und soll alle Personengruppen, die mit den Gästen der WM in Kontakt treten, die eigene Bevölkerung und potentiell Reiseinteressierte aus dem Ausland sowie Medienvertreter erfassen. Deutschland soll in allen Bereichen optimal auf die An- und Abreise sowie den Aufenthalt vor allem der zahlreichen ausländischen Gäste vorbereitet sein.

Und wir hier in der Westpfalz wollen ein gutes Stück von dem Kuchen erhalten und zwar auf zweierlei Weise:

Einmal die direkten Effekte der Weltmeisterschaft, was bereits im Verkehrsbereich dazu getan wurde, hören Sie nachher von meinem Kollegen Gustav Herzog. Die Verbesserungen da sind enorm. Und sie bleiben uns. Ansonsten ist es an uns eine einladend gedeckte Tafel für alle Gäste zu bieten, ihre Vielfalt in unserer Region herauszustellen.

Und zweitens natürlich - nachhaltig für unsere Region als Reiseziel zu werben. Die Erinnerung an den Geschmack unseres guten Essens, die Freundlichkeit der Westpfälzerinnen und Westpfälzer, die sportlichen Möglichkeiten und die Familienfreundlichkeit soll die Menschen wieder hierher zu uns bringen.

Es ist eine riesige Chance für uns, die so schnell nicht wiederkommt.
Es liegt an uns, ob wir etwas daraus machen.
Unserer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Wir haben einiges zu bieten.
Das müssen wir ins rechte Licht setzen.



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