Flughafen Zweibrücken: erfolgreiche Konversion
Das Sprichwort "was lange währt wird gut" hat sich wieder einmal bestätigt. Die weitere Entwicklung des Flughafens Zweibrücken stimmt mich sehr optimistisch. Seit dem September 2006 nutze ich die Flugverbindung von Zweibrücken nach Berlin und zurück und es klappt wunderbar. Mein Eindruck ist, die lange Durststrecke für die Flughafenentwicklung ist vorbei. Mit dem Start des Linienflugs zwei mal täglich nach Berlin im September wurde eine neue Phase eingeleitet.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal kurz auf die Geschichte des Flugplatzes eingehen:
Die wirtschaftliche Entwicklung der Pfalz wurde über Jahrzehnte durch militärische Präsenz behindert. Der lang erwünschte Abzug führte aber erneut zu Nachteilen: Kaufkraft- und Arbeitsplatzverluste. Konversion ist immer ein schwieriger und langfristiger Prozess, der staatliche Unterstützung braucht. Die Umwandlung der militärisch genutzten Flächen in der Pfalz in eine zivile Nutzung wurde in den entscheidenden Jahren Anfang der 90-er Jahre von der damaligen Kohl-Regierung nicht unterstützt. So blieb die Konversionsaufgabe für den ehemaligen Militärflughafen Zweibrücken am Land Rheinland-Pfalz hängen. Neben einem Gesamtkonzept und der Dekontaminierung des Bodens mussten kompetente Partner in der Wirtschaft gefunden werden. Wegen der "Altlast" der militärischen Nutzung des Luftraums haben wir Kompromisse für die Weiterentwicklung der zivilen Flughafennutzung gefunden.
1999 habe ich in dem Interview meine Zuversicht ausgedrückt, dass die Landesregierung unter Kurt Beck dieses Konversionsmodell positiv begleiten wird. Viele interne und offizielle mündliche und schriftliche Kontakte und Gespräche waren nötig, bis alle Bedingungen für einen normalen zivilen Flugverkehr geschaffen werden konnten. Mit dem erfolgreichen Engagement unseres neuen rheinlandpfälzischen Wirtschaftsministers Hendrik Hering ist der entscheidende Schritt zur Vollendung des Konversionsprojektes in Zweibrücken erfolgt. Weitere Schritte, auch in gutem Einvernehmen mit dem Saarland, werden das Projekt abrunden.






