Wie junge Helfer zwölf Monate lang in einem Partnerland Deutschlands leben können
Seit nunmehr einem Jahr können Freiwillige zwischen 18 und 28 Jahren im Rahmen des Hilfsprogramms „Weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erste Erfahrungen als zukünftige Entwicklungshelfer sammeln. Die ersten rund 2000 Jugendlichen sind mittlerweile in die Partnerländer ausgereist und packen bereits tatkräftig in ausgewählten Projekten an: So sind etwa im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda seit August 2008 zwei Freiwillige im Koordinationsbüro des rheinland-pfälzischen Deutschen Roten Kreuzes in Kigali tätig und unterstützen dort zahlreiche Mikro- und Sozialprojekte.
"Die Erfahrungen, die man in so einem Projekt machen kann, verändern den Blick auf die Welt und aufs eigene Land", so die Bundestagsabgeordnete Lydia Westrich (SPD). „Die Teilnahmevoraussetzungen für Weltwärts sind niedrig und das soll auch so sein. Neben dem Alter sollten interessierte junge Menschen lediglich Reife und Engagement mitbringen – auf ein Abitur oder ein Studium kommt es nicht an.“ So niedrig die Zulassungskriterien auch sind, so vielfältig sind doch die denkbaren Projekte vor Ort: Wer begeisterter Fußballspieler ist, kann etwa in dem Projekt „Fußball für den Frieden“ einen wertvollen Beitrag bei der Versöhnungsarbeit zwischen den vom Bürgerkrieg in Ruanda gebeutelten Jugendlichen leisten. Wer mehr an der Arbeit mit Menschen mit Behinderung interessiert ist, findet auch hier ein passendes Projekt.
Die Kosten für Reise, Unterkunft und Verpflegung werden mitsamt einem monatlichen Taschengeld vom Bundesministerium übernommen. Zugleich werden die jungen Helfer durch Vorbereitungsseminare auf ihren Einsatz im Projektland vorbereitet, sie erhalten Sprachkurse und haben einen Ansprechpartner vor Ort. „Ich bin mir sicher, dass Weltwärts einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leistet. Wer also Interesse und Lust an der Programmteilnahme bekommen hat, den lade ich herzlich dazu ein, sich genauer unter www.weltwaerts.de zu informieren“, so Lydia Westrich abschließend.






