Lydia Westrich
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Lydia Westrich
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Organspende rettet Leben

Über 12.000 Menschen warten in Deutschland auf eine Organspende. Aber nur ein knappes Drittel bekam 2007 dank einer Organspende die Chance auf ein neues, besseres Leben. Umfragen haben ergeben, dass über 80 % aller Bundesbürger der Organspende positiv gegenüberstehen. Dennoch haben nur 10 % einen Organspendeausweis.

Es ist für viele eine befremdliche Vorstellung, dass nach dem Tod Teile ihres Körpers entnommen und einem Fremden eingepflanzt werden. Es lohnt es sich aber, sich zum Beispiel vor Augen zu führen, dass Tausende Menschen wöchentliche Blutwäschen über sich ergehen lassen müssen, für Dialyse-Patienten beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf eine neue Niere fünf Jahre! Wer selbst Dialysepatienten kennt oder gar in der Familie hat, weiß, wie belastend diese Blutwäschen sind. Viel zu viele Menschen sterben heute noch nach Jahren der Schmerzen und des vergeblichen Hoffens auf eine Organspende einen Tod, der vermeidbar gewesen wäre, wenn mehr Menschen ihrer Zustimmung zur Organspende Taten folgen ließen und einen Spenderausweis ausfüllten. Nicht nur für die auf Organspenden angewiesenen Menschen ist das ausreichende Vorhandensein von Spenderorganen lebenswichtig, auch den betroffenen Familienangehörigen, die nach jahrelangem Bangen und Warten ihre Mutter, ihren Vater, ihren Ehegatten verlieren, wäre auf unschätzbare Weise geholfen.

Sehr strenge Vorschriften regeln, wann Gewebe und Organe entnommen werden dürfen. In vielen europäischen Nachbarländern ist man den umgekehrten Weg gegangen.

Nur wer ausdrücklich gegen eine Organspende ist, dokumentiert diesen Wunsch in einem Ausweis. Für alle anderen gilt, dass sie sich einverstanden erklären, im Falle ihres Todes Organe zu spenden. Bei uns gilt aber: ohne Organspendeausweis keine Organspende.

Daher appelliere ich an alle Menschen, die noch keinen Organspendeausweis haben, Organspende aber befürworten, werden Sie Lebensretter über Ihren Tod hinaus, besorgen Sie sich einen Ausweis. Die Ausweise sind bei Krankenkassen, vielen Ärzten, Gesundheitsämtern und in meinem Bürgerbüro, Kaiserstr. 12 a, 66955 Pirmasens erhältlich.

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema haben oder noch zögern, können Sie sich unter 0800 - 9040 400 an das gebührenfreie Infotelefon der Deutschen Stiftung Organtransplantation und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wenden. Die geschulten Mitarbeiter des Infotelefons bemühen sich, Ihnen alle Fragen zu beantworten. Sie sind Montag bis Donnerstag von 09 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 16 Uhr zu erreichen. Auch auf der hompage des Bundesministeriums für Gesundheit finden sich unter www.bmg.bund.de zum Thema Organspende weiterführende Informationen.



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