Lydia Westrich
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Lydia Westrich
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Politik mit der Jugend - Der Kindergipfel

 

Ueberschrift

Am 29. Mai 2008 haben in Bonn die Teilnehmer des Kindergipfels 2008 einen Zukunftsvertrag mit Forderungen und Selbstverpflichtungen an die Delegierten der Konferenz der Vereinten Nationen zur biologischen Vielfalt übergeben. Stellvertretend nahm Bundesumweltminister Sigmar Gabriel den Zukunftsvertrag aus den Händen der 12- bis 15-Jährigen aus ganz Deutschland entgegen. Fünf Mitglieder des Kinderrats stellten die Forderungen und Selbstverpflichtungen des Zukunftsvertrags vor.

 

Mehr Teamwork statt Konkurrenz in der Schule

Kinder machen sich Gedanken zu ihrer und unserer Zukunft, sie fordern mehr Teamwork statt  Konkurrenz in der Schule und verpflichten sich ihre eigenen Wünsche auf Nachhaltigkeit für Menschen und Tiere zu überprüfen. Kinder gestalten unsere Zukunft schon heute verantwortungsbewusst, kreativ und mit Forderungen die ich unterstütze:

 

 

Zukunftsvertrag 2008

 

 

Nachhaltigkeit lernen

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern, dass man in der Schule mehr Nachhaltigkeit lernt. Wir wollen einen Unterricht, der mehr auf Teamwork als auf Konkurrenz setzt und wollen, dass Nachhaltigkeit in allen Schulfächern unterrichtet wird.

Wir fordern eine staatliche Kennzeichnungspflicht für alle Waren (Elektrogeräte, Kleidung, Nahrung usw.), um den Umweltverbrauch deutlich zu machen. Dabei soll erkennbar sein, z.B. anhand einer Ampel, ob ein Produkt nachhaltig hergestellt worden ist.

Wir fordern mehr Geld für kreative und effektive Werbung für die Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit.

 

Wir verpflichten uns, die Idee der Nachhaltigkeit über kreative, öffentlichkeitswirksame Aktionen (Demonstrationen, Homepages,...) zu vermitteln.

Wir verpflichten uns, beim Einkaufen auf nachhaltige Produkte zu achten.

Wir verpflichten uns, unserem Bekanntenkreis (Mitschüler, Freunde, Verwandte) zu zeigen, wie man nachhaltig leben kann.

 

 Das Weltzelt

 

Landwirtschaft

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir wollen mehr staatliche Unterstützung für Biobauern und deren Produkte.

Wir fordern, dass Monokulturen abgeschafft werden und sich auf den Feldern verschiedene Anbau- und Brachezeiten sinnvoll abwechseln.

Die Grenzen für das Aufbringen von Spritzmitteln sollen gesenkt werden und die Spritzmittel sollen stärker besteuert werden.

 

Wir pflanzen mehr Vielfalt im eigenen Garten an und benutzen dafür nur natürlichen Dünger.

Wir lassen Nützlingen ihren Lebensraum oder geben ihnen einen neuen.

Wir machen Werbung für Bioprodukte und gegen Monokulturen.

 

 

Energiegewinnung

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern die Politiker auf, andere Länder von der Nutzung der erneuerbaren Energien zu überzeugen. Zusätzlich müssen Fördermittel für den Aufbau von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien bereitgestellt werden.

Wir fordern, dass Deutschland eine Vorbildfunktion bei der Nutzung erneuerbarer Energien einnimmt.

Wir fordern, dass Energiekonzerne sich verpflichten mehr Werbung für erneuerbare Energien zu machen und diese dann auch zu produzieren.

 

Wir verpflichten uns, auf Energiesparlampen umzustellen.

Wir verpflichten uns, Licht und Heizung sparsam und nur bei Bedarf zu verwenden.

Wir verpflichten uns, Erwachsene auf die Möglichkeit der Nutzung von Solarenergie hinzuweisen.

Forschung zu Biodiversität

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern mehr Unterstützung für die Genforschung, aber gleichzeitig mit strengen Auflagen und Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Produkte.

Wir fordern mehr Rücksicht auf die (Bio-)Bauern, z.B. durch einen angemessenen und sicheren Abstand von Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen.

Wir fordern: Kein Patent auf Leben!

 

Wir verpflichten uns, unsere Mitschüler über den ökologischen Fußabdruck zu informieren und ihren und unseren zu verkleinern.

Wir verpflichten uns, verantwortungsbewusst mit der Natur umzugehen, um die Biodiversität zu erhalten.

Wir verpflichten uns, uns über die Herkunft und Anbauweise von Produkten zu informieren und dementsprechend zu handeln.

Bedrohte Arten

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern strengere Gesetze ohne Ausnahmeregelungen, um die Jagd, den Handel und die Fischerei vom Aussterben bedrohter Arten zu stoppen, um ihr Aussterben zu verhindern.

Wir fordern die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen von 120 km/h und Steuern auf Flugbenzin und andere umweltschädliche Stoffe, da Klimawandel eine Ursache für das Artensterben ist.

Wir fordern, dass größere und mehr Naturschutzgebiete und Nationalparks ausgewiesen werden, in Deutschland insgesamt mindestens 15 % der Fläche. Darüber hinaus fordern wir auch weltweit die Einrichtung oder Ausdehnung von Schutzgebieten.

Wenn wir uns in der Natur bewegen, respektieren wir den Lebensraum der Tiere und Pflanzen, die dort leben. Wir werfen keinen Müll weg.

Wir verpflichten uns, mit unseren Eltern über das Thema Möbel aus Tropenholz zu reden und als Familie keine Möbel aus Tropenholz zu kaufen.

Wir verpflichten uns, weniger Coca-Cola zu trinken, weil die Firma Coca-Cola 40 Milliarden Liter Wasser verbraucht und große Felder vergiftet und dadurch den Lebensraum von vielen Arten zerstört und gefährdet.

Lebensräume

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern den CO2-Ausstoß zu verringern, indem zum Beispiel neu erforschte CO2-verringernde Techniken eingesetzt werden.

Wir fordern zum Schutz der Artenvielfalt und besonders zum Schutz der fast ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten, dass schon halb zerstörte Lebensräume nicht weiter durch menschliche Eingriffe wie z.B. die Abholzung zerstört werden und darüber hinaus renaturiert werden, ggf. durch die Einrichtung von Naturschutzgebieten.

Wir fordern, dass mehr Mülleimer in der Öffentlichkeit und in den Schulen zur Mülltrennung aufgestellt werden und dass mehr Energiesparlampen und Recycling-Produkte zu günstigeren Preisen angeboten werden, z.B. durch Steuersenkungen.

Wir verpflichten uns dazu, mehr CO2-sparende Verkehrsmittel zu nutzen und kürzere Strecken zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren.

Wir wollen darauf achten, dass wir ebenfalls etwas zum Erhalt der Lebensräume beitragen, indem wir beispielsweise Recycling-Papier benutzen, damit die natürlichen Wälder nicht weiter abgeholzt werden, und dass wir nicht in die Natur eingreifen.

Wir verpflichten uns dazu, Recyclingprodukte zu benutzen und Energiesparlampen einzubauen; außerdem trennen wir Müll und animieren andere Menschen ihren Müll fachgerecht zu entsorgen.

 

 Käfer!

 

Gerechte Weltwirtschaft

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern eine Verbesserung der Rahmenregeln in der Weltwirtschaft. Hierzu zählen für uns die Abschaffung von Kinderarbeit, eine Reduzierung des industriellen Wasserverbrauchs und verstärkte bzw. verbesserte Kontrollen in den Firmen.

Wir fordern die weltweiten Großkonzerne auf, die Zerstörung und die Vernichtung von Tierarten und deren Lebensräumen zu stoppen.

Wir fordern bessere Gesetze zur Kennzeichnung von Produkten, um so Konsumenten auf bedenkliche Konzerne aufmerksam zu machen.

 

Wir verpflichten uns dazu, mehr Bio- und Fair-Trade-Produkte zu kaufen.

Wir verpflichten uns, schlechte Firmen nicht mehr zu unterstützen, also keine oder kaum noch Produkte von diesen Firmen zu kaufen.

Wir verpflichten uns dazu, unser Umfeld über die Machenschaften von Großkonzernen aufzuklären und uns regelmäßig selber über dieses Thema zu informieren.

Armut

Forderungen Selbstverpflichtungen

Wir fordern, dass mehr Geld für Entwicklungshilfe ausgegeben wird.

Wir fordern, dass die Politiker in Deutschland mit den Betroffenen in den Entwicklungsländern kommunizieren und dass deren Sicht berücksichtigt wird.

Wir fordern, dass keine Ausbeutung in Entwicklungsländern unterstützt wird.

Wir verpflichten uns, mehr Recycling-Papier zu verwenden, da so die Lebensgrundlagen von Menschen im tropischen Regenwald erhalten werden.

Wir verpflichten uns, Menschen nicht nach ihrem Einkommen zu beurteilen.

Wir verpflichten uns, das Thema Armut in der Schule zu thematisieren.

 

Naturfreundejugenflyer



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