Vor einiger Zeit brachte die Welt am Sonntag das Gefühl einer Vielzahl der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands auf den Punkt: "EU steht für Europäisches Unbehagen". Neueste Studien lassen sich so zusammenfassen: Europa ist beliebt, die Europäische Union ist es weniger. Es besteht mithin eine Diskrepanz zwischen dem ausgeprägten Stolz, Europäer zu sein, und der eher nüchtern-kritischen Beurteilung der Europäischen Union. Ein Teil der Skepsis und Zurückhaltung hat ihre Ursache auch in Wissensdefiziten der Bürgerinnen und Bürger selbst.
In einer Vielzahl von Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern habe ich erfahren, dass die Entscheidungen auf europäischer Ebene hinter den Entscheidungen des Deutschen Bundestages, des Landtages Rheinland-Pfalz sowie den Kommunalparlamenten rangieren. Eine Einschätzung, die der Realität nicht gerecht wird. Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt es offenbar schwierig, aus der europäischen Politik unmittelbare Bezüge zu ihrer eigenen Lebenssituation herzustellen.
Aus diesem Grund möchte ich nachfolgend einmal exemplarisch die wichtigsten Vorteile der deutschen Mitgliedschaft in der EU aufzählen und zugleich in den einzelnen Abschnitten mit den gängigsten Vorurteilen aufräumen. Wir haben uns schon so an die Vorteile der Europäischen Union gewöhnt, dass wir sie für selbstverständlich halten.






